Kurs Texter/in

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Kursnotizen zum Akademie Deutsche POP Kurs Texter/in

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  • Letzter Eintrag: 21.05.2008 13:46
  • Aktiv seit: 09.01.2008 13:48

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21.05.2008 13:46

Sitzung 20.05.08

Sitzung 20.05.08

Redigieren

 Achten auf Stilfehler:

* Sprache braucht Einfühlungsvermögen

* Durchsetzungskraft

 

Achten auf Faktenfehler:

* alle journalistischen Ws?

* Konzentration

* Hartnäckigkeit - komische Fakten in Frage stellen!

 

Schritt für Schritt:

- W's? Fakten?

- Dramaturgie (Aufbau, Einstieg)

- Stil (keine -ungs, schiefe Bilder, Klischees, Schachtelsätze)

- Plausibilität (zeitliche und örtliche Abläufe)

- Überschriften, Titel, Bildunterschriften formulieren

Und trotzdem: Stil des Autors erhalten!

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23.04.2008 15:12

Sitzung 22.04.08

Sitzung 22.04.08

Nachdem von Textern auch immer öfter erwartet wird, dass sie Erfahrung mit Grafik-Software haben, wurde in der vergangenen Sitzung ein Adobe Photoshop/ Illustrator/ Indesign Rundumschlag gemacht.

 

Die wichtigsten Infos:

Adobe Photoshop und Adobe Illustrator: Bildbearbeitungsprogramme (jedes Programm hat seine Vor- und Nachteile, Logos werden zB nur im Illustrator gemacht)

Adobe Indesign (/ Quark Express): Textbearbeitungsprogramme, in Photoshop und Illustrator werden die Bilder bearbeitet und Indesign und Quark machen weiter.

 

Auflösungsmodus eines Bildes:

72 dpi (oder ppi, dot per inch bzw. pixel per inch) : nur für online kompatibel

300 dpi: druckfähig, alles drunter geht schlichtweg nicht, weil das Bild zu pixelig wird!

Eine Druckerei spricht nicht von 300 dpi, sondern von einem 60er Raster, d.h.: 60 x 2,54 x 2 inch = 304 dpi (aber 300 geht gerade noch)

 

Colourmanagement:

RGB: Rot, Grün, Blau - nicht druckfähig!!

CMYK: Cyan, Magenta, Yellow + Tiefe - nur das ist druckfähig!!

 

Bildbeschnitt einplanen: 3mm sind Muss, sonst weigert sich die Druckerei.

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12.03.2008 11:54

Sitzung 11.03.08

Sitzung 11.03.08

Medienrecht

in Wortlaut-Interviews kommt es zum Sonderfall eingeschränkte Pressefreiheit:

Der Interviewpartner hat sozusagen eine "Co-Autorschaft" und deswegen das Recht, das eigene Wort gegenzulesen und zu authorisieren.

Die Meinungs- und Pressefreiheit wurde in §5 im Grundgesetz verankert. Dabei hat jedes Bundesland aber sein eigenes Presserecht im Ländergesetz.

 

Zwei Komplexe schränken die Pressefreiheit ein:

- rechtliche Rahmenbedingungen

   * Privatsphäre (zB Urlaub eines Promis)

   * Intimsphäre (zB ob OB Ude ins Puff geht)

   * Geheimsphäre (Krankheiten)

   > Rechtsgüter Würde und Ehre des Menschen unantastbar 

 

- journalistische Grundsätze (die sich natürlich mit den rechtl. Bedingungen überschneiden)

   * Unabhängigkeit - soll sich nicht für Berichterstattung kaufen lassen

   > Presserat ("zahnloser Tiger") kann Fehlschritte rügen. Presserat besteht aus Verlegern (VDZ,  BDZV) und Journalisten (DJV, Verdi). Pressekodex wurde 1973 verabschiedet.

 

Problem Fotos:

Nicht der, der fotografiert, bekommt Ärger, sondern der, der etwas veröffentlicht.

Wen darf man abbilden?

- absolute Personen der Zeitgeschichte (Funktionsträger, Künstler, etc.), zB OB Ude

- relative Person der Zeitgeschichte (die nur kurz wichtig waren, große Katastrophe - ein Überlebender, oder ein wichtiger Gesprächspartner einer absoluten Person)

- Normalos

   * auf jeden Fall in Gruppen ab 6 Personen ("zeitgeschichtliches Dokument")

   * als "Beiwerk", zufällig am Rand eines Motivs dabei

   * wenn sie für das Foto bezahlt wurden, das entspricht Einwilligung

- Problem Kinder: Bis 18 Jahren nur mit Einwilligung der Eltern

 

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05.03.2008 11:40

Sitzung 04.03.08

Sitzung 04.03.08

Werbetexter werden gebraucht für...

- Tv-Spots

- Radio-Spots

- Print-Werbung

- Produkt-/Beilagen

- Online-Spot

- Plakate

- Flyer

- Broschüren

- Auto-/ Buswerbung

- Direkt-Marketing (Briefe)

- Kundenzeitschriften

 

gesprochene Sprache wichtig, der Texter muss wissen um...

- seine Zielgruppe und die passenden Modewörter

- die Umsetzung: Trick: sich selbst aufzeichnen oder quasi Brief an Freund formulieren, um persönlich zu sein

 

Dann hat der Werbetexter seinen Rohtext, der redigiert werden muss...

1. Füllwörter raus (dann, so, also, allerdings, dennoch, jedenfalls...)

2. kein Satz über 14 Wörter, nur 1 Gedanke pro Satz, Wörter unter 4 Silben

3. abgedroschene Metaphern vermeiden, Bildhafte Wörter einsetzen, Achtung wird abgefragt!!!

Wolf Schneider unterscheidet zwischen

- bildhaften Substantiven: zB Mond, Sommerwiese, etc. - greifbar!

- bildnahen Substantiven: zB Angst, Traurigkeit, Strahl, etc. - Gefühle, nicht fassbar

- bildleeren Substantiven: zB Mobilität, Innovation - abstrakte Wörter, alles auf -ion, -ung, -tät, -genz, -ismus, -keit, -heit, -ive

4. Hilfsverben vermeiden (können, sollen, müssen, dürfen)

5. SPO-Satz einhalten (Subjekt, Prädikat, Objekt)

6. Schachtel- und Nebensätze vermeiden

7. Fremd- und Fachwörter vermeiden

8. Passivform ist schlecht, Aktiv, Handeln!

9. auf Punkt bringen, besser "1000m²" statt "groß"

10. Singular-Ansprache, und wenn man von sich selbst sprechen muss "wir" und "uns" statt "ich"

11. Vermeidung von Negativem

 

... Dann hat man den Reintext:

- Lesen

- Erkennen

- Bilder in Verbindung setzen

 

Bekannte Werbeagentur in München: Steinlein

  

 

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27.02.2008 11:58

Sitzung 26.02.2008

Sitzung 26.02.2008

Meinungsbetonte Darstellungsformen

bei Kommentar und Glosse wird vorab davon ausgegangen, dass ein Ereignis bekannt ist und in den Medien mehr als oft besprochen wurde.

Kommentar                         Glosse                        Satire                                 Kritik/Rezension

                                       "Streiflicht"                noch überspitzter als               Fakten/Meinungen

              - bekanntes Thema                              Glosse                                    Konzert, CD, etc.

- kontroverses Thema     - weniger Fakten      - Überhöhung auf fantastischer

                                                                          Ebene

                                        - Ironie!                      - bildlich gemeint, oft mit

                                                                          Karikatur verbunden

                                        - reale Personen,      - künstliche Figuren + Welten

                                       Zitate, Ereignisse

Intention:                         Intention:

Beeinflussung                Unterhaltung

Kommentar-

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21.02.2008 12:47

Sitzung 19.02.2008

Sitzung 19.02.2008

In der letzten Sitzung ging es um Recherche und tatsachenbezogene Berichterstattung. Nach einem Kurzreferat eines Teilnehmers gingen wir auf einzelne Punkte der Recherche ein.

- Telefon

- Internet

- direkt, rausgehen, Augen auf!

 

Nötig für

- PR

- Interviews, CD-Rezis, Kunst, etc.

- Magazin: Verbrauchertipps, Promis, etc.

 

Der Name Hans Leyendecker (Journalist Spiegel, SZ) gilt gemeinhin als "der" investigative Journalist.

Dozent Marco Eisenack berichtete uns die restliche Stunde von seinen Erfahrungen für einen aktuellen Spiegel-Artikel. Ein Ordner voller Material und 2,5 Monate Arbeit für eine Doppelseite.

HA: Selbstmordrate der Jugendlichen in Bayern, NRW und Schleswig-Holstein, heute und vor 5 Jahren.

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30.01.2008 11:49

Sitzung 29.01.08

Sitzung 29.01.08

Am 29. Januar ging es um Public Relations vs. Journalismus. Dozent Marco Eisenack ging mit uns auf die Unterschiede zwischen den beiden Bereichen ein.

 

PR (Öffentlichkeitsarbeit)                                                   Journalismus

- nur das Beste wird angepriesen                                     - Objektivität

- aber auch: lieber schlechte Nachrichten als gar keine   

- Manipulation = Ziel                                                            - Information = Ziel

- Recherche dient dem Zweck, Öffentlichkeit zu manipul. - Recherche dient Zweck, Ö. zu informieren

- PR dient Auftraggeber                                                      - Journalist dient dem Leser

- keine eigene Meinung                                                       - Journalist hat mehr Freiheit in Meinungsäußerung

                                             > Images                                         > Infos

                                              - setzen                                           - anbieten

                                             - schaffen                                        - schaffen

                                             - verände

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16.01.2008 12:14

Sitzung 15.01.08

Sitzung 15.01.08

Und weiter gehts! In der Sitzung vom 15.1. ging es um die "Evolution des Zeitungswesens". Marco Eisenack und die Gruppe diskutierten Kriterien, anhand derer eine Zeitung als Zeitung identifiziert werden kann:

- Periodizität (sie muss min. einmal wöchentlich erscheinen)

- Publizität (kann man kaufen)

- Universalität (im Gegensatz zu einem Magazin wird keine zu spezielle Zielgruppe angesprochen. Es gibt viel Themen, die alle auf einer Seite angeboten werden)

- Aufbau in Ressorts (Nachrichten, Politik, Wirtschaft, Kultur, Sport, Lokales,...)

- Arten von Artikeln: Kommentare, Reportagen (bekannter Sachverhalt wird emotional dargestellt), Bericht (faktenbezogen), Feature (Mittelding aus Reportage und Bericht: szenischer Einstieg und bunte Elemente mit Fakten)

 

Im weiteren Gespräch ging der Dozent auf die Geschichte der Zeitung ein, Buchdruck (Gutenberg 1444), Druckpressen, etc. Mit neuen Medien wie Radio/Tv/Internet sanken insgesamt die Auflagen.

 

Kaufzeitungen und Gratismagazine unterscheiden sich:

Kaufzeitung: Verdient ihr Geld durch Anzeigen UND Käufer (wobei die Einnahmen durch Käufer oft überschätzt werden). Es gibt viele feste Redakteure, wenige Freie Mitarbeiter. (Spiegel, SZ)

Hierarchie:

Die Geschäftsführung hat keine inhaltliche Gestaltungshoheit auf die Redakteure (innere Pressefreiheit)

 Chefredakteure > Ressortleiter > Redakteure

> Pauschalisten > feste Freie Mitarbeiter > Freie Mitarbeiter

> Agenturen

> Korrespondenten

 

Gratismagazine: verdienen hauptsächlich durch Anzeigenkunden Geld, dadurch leidet aber auch die Glaubwürdigkeit. Wenig feste Redakteure koordinieren viele Freie Mitarbeiter.

 

Als Übung hat die Gruppe Texte zwischen Online- und Printmedien unterschieden, Beispiele: Süddeutsche Zeitung und sueddeutsche.de, Die Zeit und zeit.de

Die Medien wurden unter folgenden Gesichtspunkten verglichen:

- Rubriken 

- Überschriften

- Teaser

- Layout

- Bilder

- Sprache

 

Auf Online-Seiten geht es eigentlich darum, Klicks zu generieren und nicht gleich alle Infos im Vorspann zu geben. User sollen dazu gebracht werden, weiterzuklicken.

Oft wurden aber Print- und Online-Texte exakt übernommen.

 

Notizen zur Diskussion:

- im Internet zusätzliche Rubriken und Tools wie Videofunktionen, weiterführende Links 

- im Internet wird alles auf einen Blick geboten, viele Teaser auf einem Haufen

- das Internet wird oberflächlicher gelesen, für Printzeitungen nimmt sich der Leser mehr Zeit

- im Internet gibt es mehr Bilder: der Platz ist hier natürlich umsonst, bei Print nicht. Bilder sind oft plakativer und kleiner als im Print (kleine Pixelzahl, um den Aufbau der Site nicht zu blockieren), Bilder sind Blickfang, um an Artikel hängenzubleiben und Auflockerung des Layouts

- im Internet viel mehr Werbung - mehr Platz dafür, wird hier auch von Lesern mehr toleriert, weil das Internet ein flüchtiges und kostenloses Medium ist.

 

Hausaufgabe: Einseitiger Essay zum Thema "Stirbt die Zeitung im Zeitalter des Internets? Ein Ausblick."

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09.01.2008 13:55

Sitzung 08.01.08

Sitzung 08.01.08

Seit gestern bin ich also auch Studentin der Akademie Deutsche POP und bevor ich meine Notizen anonym auf meinem PC abspeichere, laße ich euch ein bißchen teilhaben.

Dozent Marco Eisenack ist Diplom-Journalist, SZ- und Spiegel-Autor. Im dem von ihm konzipierten Kurs geht es um folgende Schwerpunktthemen:

- Überblick Medienlandschaft

- Kreativitätstechniken

- Textelemente

- Tatsachen- und meinungsbetonte Berichte

- Texten für Werbung

- Storytelling und Rhetorik

- Stilistik

- Grundlagen Typografie und Layout 

Die Dauer der Ausbildung beträgt sechs Monate, nach dem Kurs folgen die Kurse Online- / Print-Redakteur und TV- / Radio- Redakteur. Der Theorie-Unterricht beim Kurs Texter/in findet ein Mal pro Woche für vier Stunden statt. Hierzu kommen Übungszeiten, Praxisprojekte, Selbststudium und Tutorium, so dass der wöchentliche Zeitaufwand bei ca. 22 Stunden liegt. Die reguläre Kursgebühr beträgt insgesamt 1.700 Euro.   

Und worum gings am 8.1.?

Nach der Einführung von Akademie Deutsche POP-Chef Christian Einsiedel stellte sich Marco Eisenack vor. Der Kurs ist klein gehalten worden, damit die Gruppe gut zusammenwachsen kann und jeder gefördert wird.

In der ersten Sitzung ging es um Kommunikation und Sprache. Dabei wurden einzelne Kommunikationstheorien angerissen:

Stimulus-Response-Modell: Ein Stimulus beeinflusst den Rezipienten nicht direkt, sondern über einen Vermittler - in unserem Fall den Journalist oder Werbetexter. Der Vermittler gibt den Stimulus über verschiedene Medien (Print, TV, Radio, etc.) weiter, was auch wiederum die Medienwirkung beeinflusst. Wie die Medienwirkung beim Rezipienten letztendlich ausfällt liegt auch an der

- präkommunikativen Einstellung des Rezipienten

- Konsonanz-/ Dissonanz- Theorie (man liest nur Schriften, mit denen man sich identifizieren kann)

- Agenda-Setting-Theorie (ein Medium fördert ein Thema derart, dass auch andere Medien es für relevant befinden. Bsp.: Bild-Zeitung und Knut, nun sind Eisbären auch in der SZ ein Thema)

- Opinion-Leader (es gibt Menschen, die starken Einfluss auf andere Menschen haben - wenn diese "alpha-Tierchen" ein Thema für wichtig empfinden, wird das Thema auch schnell von anderen als wichtig empfunden)

- Schweigespirale (die Meinung einer Minderheit wird zur Mehrheitsmeinung, weil sich die Mehrheit nicht traut, dagegen etwas zu sagen. Extremes Beispiel: Nationalsozialismus)

- Wissenskluft-Theorie (Kluft zwischen extrem ungebildeten und extrem gebildeten Menschen wird immer größer - je nachdem wirken Medien unterschiedlich) 

Weiter wurde kurz über die Objektivität von Journalisten diskutiert:

Objektivitätspostulat: Journalisten haben eingesehen, dass niemand 100% objektiv sein kann, aber versuchen sollte man es natürlich. Wertungen sollten unbedingt vermieden werden, wobei das nicht in jedem Land so ist. In der Schweiz z.B. sind Wertungen durchaus geläufig.  

Als Übung haben wir uns Anglizismen in der deutschen Sprache vorgenommen, die immer häufiger werden und v.a. im Zusammenhang mit Computern kaum vermeidbar erscheinen. Für Begriffe wie Browser (Netznavigator?), Handy (Mobiltelefon), Chip (Speicherkarte), chatten (netzplaudern), Webspace (Netzspeicher), Hacker (Computereindringling) und Link (Verweis) haben wir versucht, deutsche Begriffe zu finden.  

Buch-Tipps: Wolf Schneider: Deutsch für Profis, Bastian Sick: Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod. Walter von La Roche: Einführung in den praktischen Journalismus.

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